
#tellme - Job-, Karriere- und Führungshacks für Anfänger, Nachwuchskräfte und alte Hasen
Emotionen im Team: Dein wichtigstes Messinstrument als Führungskraft
Frust, Widerstand, Trotz: Emotionen, die die meisten Führungskräfte am liebsten vermeiden würden. Doch kaum ein Mitarbeiter kommt morgens zu Dir und sagt klar, was ihn beschäftigt. Niemand sagt: "Ich fühle mich nicht wertgeschätzt" oder "Mir fehlen Informationen." Stattdessen entstehen Lücken zwischen Dir und Deinem Team, und diese Lücken füllen sich mit Handlungen und Emotionen. In dieser Folge von #tellme zeigt Alexander Pokorny, warum genau diese Emotionen Dein wertvollstes Messinstrument sind. Sie sind kein Problem, das es wegzuräumen gilt, sondern Signale, die Dir zeigen, wo Dein Team gerade steht. Die zentrale Fähigkeit dahinter ist emotionale Intelligenz, und die ist anspruchsvoll, weil kein Mensch gleich ist und kein Signal sich pauschal deuten lässt. Alexander gibt Dir einen wichtigen ersten Schritt mit: Bevor Du Expertenwissen anwendest, spüre in Dich hinein. Kennst Du diese Reaktion aus Deiner eigenen Zeit als Mitarbeiter? Was hat sie damals ausgelöst? Oft findest Du so schon einen guten Ansatzpunkt. Besonders wichtig ist, Emotionen nicht falsch zu deuten. Widerstand gegen eine Veränderung heißt nicht automatisch, dass jemand gegen Dich oder gegen die Sache ist. Vielleicht hat sich die Person nur nicht gesehen oder abgeholt gefühlt. Vielleicht hatte sie genau diese Idee schon und wurde nie gefragt. Alexander gibt Dir konkrete Beispiele an die Hand: Ständige Rückfragen deuten oft auf fehlende Klarheit hin, bei Zielen, Rolle oder Erwartungen. Zurückhaltung und Schweigen können ein Vertrauensproblem signalisieren. Zynismus und Dienst nach Vorschrift sind häufig ein Zeichen dafür, dass Menschen sich nicht gesehen und anerkannt fühlen. Der entscheidende Schritt ist der vom Deuten zum Handeln. Denn Deine erste Interpretation muss nicht stimmen. Geh ins Gespräch, prüfe Deine Wahrnehmung und finde heraus, was wirklich dahintersteckt. Dabei mit Fingerspitzengefühl: Nicht alles muss direkt angesprochen werden, manchmal führt der Weg durch die Hintertür. Eine ehrliche, praxisnahe Folge für alle, die Emotionen im Team nicht länger als Störfaktor, sondern als Führungswerkzeug begreifen wollen. Höre jetzt diese passenden Folgen von #tellme: "Die zwei Aufgaben jeder Führungskraft" und "Du bist Dienstleister für dein Team"






