
Hirnbruch - Erkenntnisse aus dem Kollaps
Ich wollte dazugehören. Und habe mich dabei aufgelöst.
Eigentlich wollte ich eine Wutfolge aufnehmen. Aber ich kann die Wut gerade nicht mehr künstlich anschalten. Also habe ich mich ohne Skript hingesetzt und einfach angefangen zu reden.Darüber, wie ich mich in den Erwartungen anderer aufgelöst habe. In der Schule, im Hotel, in Beziehungen. Darüber, dass ich sogar stolz darauf war, meine eigenen Wünsche besonders gut wegstecken zu können. Hauptsache, ich gehöre irgendwie dazu.Ich erzähle von einem Schreck beim Blick auf meine Blutwerte und von fremden Maßstäben, die selbst beim Schreiben meines eigenen Buches noch mitreden. Warum zähle ich Wörter, wenn ich eigentlich etwas zu sagen habe? Und was will ich überhaupt selbst, wenn ich aufhöre, mich ständig anzupassen?Das Merkwürdige: Wenn der dauernde Alarm leiser wird, entsteht erst einmal Leere. Und die füllt sich bei mir gerade langsam mit mir.Eine spontane Folge über Masking, Neurodivergenz, Zugehörigkeit und das ziemlich späte Kennenlernen meiner selbst.Kennt ihr das: Ihr wisst irgendwann sehr genau, was ihr nicht mehr wollt aber kaum noch, was eigentlich eures ist?






