
Episode #36
Folge #36: Freiheit, Markt und Leistung – warum Inklusion keine Almosen braucht
„Lieber frei als gleich“ Inklusion gilt in Deutschland meist als soziale Aufgabe. Der Staat regelt, Verbände fordern ein, Unternehmen erfüllen. Unser Gast in dieser Folge argumentiert anders. Dr. Carsten Dethlefs ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler, Dozent, Berater und Kommunalpolitiker. Seit seinem vierten Lebensjahr ist er blind. Er fordert keine Fürsorge, sondern stellt eine betriebswirtschaftliche Frage: Was kostet es ein Unternehmen, vorhandenes Potenzial nicht zu nutzen? Wir sprechen mit ihm über einen Bildungsweg, der so nicht vorgesehen war. Über eine frühe Anstellung, bei der Zuschüsse mehr zählten als seine Qualifikation. Und über die Frage, warum gut gemeinte Inklusionsprogramme Engagement eher bremsen als wecken. Es geht um Barrierefreiheit als Wettbewerbsvorteil statt als Pflichtübung. Um rund zehn Prozent der Bevölkerung, die als Kundinnen, Kunden und Fachkräfte selten mitgedacht werden. Und um steigende Arbeitslosenzahlen bei Menschen mit Schwerbehinderung, mitten im Fachkräftemangel. Carsten Dethlefs widerspricht auch dort, wo Widerspruch unbequem wird: bei Gleichstellungsgesetzen, bei Interessenverbänden und bei der Politik quer durch alle Parteien. Diese Folge zeigt, wie Engagement entsteht, wenn Menschen etwas leisten dürfen. Und wie schnell es verschwindet, wenn sie stattdessen verwaltet werden. Weitere Informationen zu Dr. Carsten Dethlefs: Buch: Teilhabe durch Marktwirtschaft: https://www.metropolis-verlag.de/Teilhabe-durch-Marktwirtschaft/1607/book.do;jsessionid=A75CB38B486A6C04A71C6793DE95E4B6 Buch: Bei Lichte betrachtet https://www.bod.de/buchshop/bei-lichte-betrachtet-carsten-dethlefs-9783749447411 Rede bei einer Veranstaltung in Bad Segeberg: https://youtu.be/CRoRGUhtTx0






