
Buchbesprechung
In der Buchbesprechung zu Milliarden im Nebel von Beat Meier geht es um die Frage, warum die Schweizer Rüstungsbeschaffung seit Jahrzehnten immer wieder von Kostenexplosionen, technischen Problemen und mangelnder Transpa
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«Der Fixpreis wird eingehalten werden. Es kann keine Nachforderungen geben.» So versicherte es die Bundesrätin dem Parlament. Drei Jahre später teilten die USA mit: Der Festpreis war ein Missverständnis. Mehrkosten: bis zu 1,3 Milliarden Dollar. Die Schweiz reduzierte ihre Bestellung — weniger als 36 Jets für mehr Geld. Das wäre skandalös genug. Aber es ist nur das jüngste Kapitel einer Geschichte, die 1964 begann. Milliarden im Nebel zeichnet sechs Jahrzehnte Schweizer Rüstungsbeschaffung nach — von der Mirage-Affäre, als das Parlament einen Nachtragskredit von 576 Millionen Franken bewilligen musste, über den Pannenpanzer 68, dessen Heizung selbständig Schüsse auslöste und der trotzdem vier Mal nachbestellt wurde, bis zur Drohnen-Odyssee: vierzig Jahre zwischen Bedarfsformulierung und Einsatzbereitschaft. In jedem Fall dasselbe Muster. Dieselbe Struktur. Dieselben Folgen. Die Eidgenössische Finanzkontrolle warnte — das Departement lehnte ab. Die GPK untersuchte — niemand zog Konsequenzen. armasuisse forderte unterlegene Anbieter auf, ihre Evaluationsdaten zu vernichten — vor der Parlamentsdebatte. Ein Risikomanager bat um Entlassung aus seiner Funktion, weil er die fachlichen Anforderungen nicht verstand — und arbeitete ein weiteres Jahr weiter. Beat Meier, dessen beruflicher Weg bei der Gruppe für Rüstungsdienste in Thun (Vorläuffer der armasuisse) begann, stellt die Frage, die niemand stellen will: Warum wiederholt sich das? Seine Antwort ist unbequem — und präzise belegt: Das Problem ist nicht Böswilligkeit. Das Problem ist die Struktur. Eine Behörde, die ihrem Auftraggeber unterstellt ist, kann strukturell nicht leisten, was eine unabhängige Fachbehörde leisten würde. Das Buch verbindet zwei Erzählebenen. Im Sachtext: die lückenlos belegte Analyse mit Parlamentsprotokollen, EFK-Berichten und erstmals zusammengeführten Quellen. In kurzen Romanszenen: Madeleine Favre, eine fiktive Bundeshaus-Sekretärin, die von 1974 bis 2026 Zeugin wird — des immer gleichen Musters, der immer gleichen Sätze am Rand der Akten. Milliarden im Nebel endet nicht mit einem Befund, sondern mit einem Weg: der konkreten Reform, die die Schweiz bei der Nuklearaufsicht, der Finanzmarktaufsicht und der Heilmittelkontrolle längst vollzogen hat — und die bei der Stelle, die jedes Jahr über zweieinhalb Milliarden Franken ausgibt, nie auch nur erwogen wurde. Sechs Jahrzehnte. Mindestens 3,6 Milliarden Franken an dokumentierten Verlusten. Und eine Frage: Wie lange noch?
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In der Buchbesprechung zu Milliarden im Nebel von Beat Meier geht es um die Frage, warum die Schweizer Rüstungsbeschaffung seit Jahrzehnten immer wieder von Kostenexplosionen, technischen Problemen und mangelnder Transpa
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Schweizer Rüstungsbeschaffung – und was sich ändern muss . «Der Fixpreis wird eingehalten werden. Es kann keine Nachforderungen geben.» So versicherte es die Bundesrätin dem Parlament. Drei Jahre später teilten die USA m
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